Beckenboden Muskuläres Wunderwerk: Starkes Lebensgefühl mit kraftvollem Beckenboden

Text: Kristina Opazo Physiotherapeutin & Personal Trainerin, www.shakeyourbabybody.de

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Sport während der Schwangerschaft

Von Dr. med. Sibylle Matter.

Sportliche Aktivitäten während der Schwangerschaft haben nicht nur für die Mutter, sondern auch für das werdende Kind einen positiven Effekt, vorausgesetzt, es handelt sich um eine komplikationslose Schwangerschaft und die Mutter ist gesund.

Durch Sport während der Schwangerschaft nimmt die Mutter weniger Körperfett zu und fühlt sich wohler. Die Geburt ist oft leichter und kürzer, da die Mutter für diese körperliche Anstrengung auch besser vorbereitet ist. Das Neugeborene hat während der Schwangerschaft bereits mit der Mutter "mittrainiert" und ist bei der Geburt vitaler und im Schnitt um 400 g leichter (aber nicht untergewichtig) als ein Neugeborenes einer Mutter, die während der Schwangerschaft nicht aktiv war.

Beim Training sollte sich die werdende Mutter wohl fühlen. Sie soll nicht intensiv trainieren und von Wettkämpfen wird abgeraten. Am besten eignen sich Ausdauersportarten mit geringem Verletzungsrisiko wie z.B. Schwimmen, Walking, Jogging, Skilanglauf, etc oder auch Fitnesstraining. Nach dem 4. Monat wird von Übungen auf dem Rücken abgeraten, da dabei die Gefäße unter der Gebärmutter komprimiert werden. Aufgepaßt auch bei großer Hitze und Feuchtigkeit, hier sollte eine Überhitzung des Körpers vermieden und die Flüssigkeitsaufnahme muß angepaßt werden. Auch bei Krankheit, Schmerzen oder Müdigkeit ist eine sportliche Aktivität nicht empfehlenswert.

Erleben Sie ihre Schwangerschaft positiver, in dem Sie auch während dieser Zeit aktiv bleiben!

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Schwangerschaft und Sport

Ein Artikel von Dr.Noack, Verbandsarzt Swiss Triathlon.

Körperveränderungen: Die Anpassung des mütterlichen Körpers an die Erfordernisse einer Schwangerschaft ist ein Vorgang, welcher zu generalisierten Veränderungen im Organismus führt. Insbesondere erfolgt eine Verminderung des Blutvolumens, des Herzminutenvolumens und auf der Herzfrequenz. Der Pulsschlag ist um 10-15 Schläge höher pro Minute. Die Veränderungen im Bereiche des Herz-Kreislauf-Systemes und die Hormonkonstellation können in der Frühschwangerschaft sogar zu einer Leistungsverbesserung führen. Liegt jedoch gleichzeitig eine starke Übelkeit vor, können sicher keine Spitzenleistungen erzielt werden.

Was gilt es zu beachten? Während der Schwangerschaft besteht keine erhöhte Infektanfälligkeit und Sport in einem normalen Umfang ist sinnvoll und zu empfehlen. Es ist aber zu Beginn einer Schwangerschaft auch Vorsicht angebracht, denn zu dieser Zeit reagiert die Entwicklung des werdenden Kindes am empfindlichsten auf Störungen. Sehr intensiver Sport ist deshalb nicht sinnvoll. Während der ganzen Schwangerschaft sollte auf eine genügende Zufuhr von Vitaminen und Mineralien geachtet werden. Zum Beispiel mit der Einnahme von geeigneten Nahrungsmitteln oder Multivitamin-Mineralien-Präparaten. Bei niedrigen Eisenspeichern besteht während der Schwangerschaft noch ein erhöhtes Risiko, eine Blutarmut durch Eisenmangel zu erleiden, wodurch die Leistungsfähigkeit im Alltag und Sport eingeschränkt werden kann.

Sport im Wohlfühlbereich: Das Gefühl gibt den Maßstab vor. Gesund ist, was als angenehm empfunden wird und Spaß macht. Während der gesamten Schwangerschaft sollten aber keine extremen Anstrengungen betrieben werden mit intensiven Belastungsspitzen, also zum Beispiel keine harten Intervalle im Laufsport, da durch eine Blutumverteilung zu Gunsten der arbeitenden Muskulatur eine Minderversorgung der Gebärmutter und damit des Föten erfolgen könnte. Auf Kontaktsportarten, Aktivitäten mit erhöhtem Sturzrisiko sowie sprungintensive Disziplinen, Würfe und Stösse sind zu vermeiden. Empfehlenswert sind hingegen rhythmische Aktivitäten wie Laufen, Schwimmen, Walking, Radfahren, Aqua Fit, Gymnastik, etc. Das Kind ist in der Gebärmutter gut geschützt, so daß z.B. die Schläge im Laufsport absolut unbedenklich sind. Gegen Ende der Schwangerschaft lohnt sich wegen des zunehmenden Gewicht und wachsenden Bauchumfangs ein Wechsel auf Aktivitäten im Wasser.

Bekannte Beschwerden: Da die Gebärmutter an Größe zunimmt, drückt sie mit zunehmender Schwangerschaft immer mehr auf die Blase, was zu gehäuften Blasenentleerungen führt. Die sogenannten Schwangerschaftswehen, also unkoordinierte Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur, können schon in der Frühschwangerschaft auftreten und sie können auch unabhängig von sportlicher Aktivität vorkommen. Treten sie beim Sport auf, heißt es die Belastung reduzieren oder ganz abzubrechen und eine Pause einzulegen. Je nach Ausmaß und Dauer der Beschwerden ist eine ärztliche Kontrolle angezeigt. Enorm wichtig ist das täglich Eincremen der Haut mit einer rückfettenden Körpermilch, damit die Haut schön elastisch und gut dehnbar bleibt.

Empfehlungen vor der Geburt: Sport kurz vor der Schwangerschaft richtet sich sehr stark nach dem subjektiven Befinden. Es gibt Frauen, welche bis zum Tag der Entbindung Sport treiben. Die Mehrheit jedoch treibt in den allerletzten Wochen vor der Geburt nur noch sehr wenig Sport. Sicher sollte kurz vor der Geburt auf stark beanspruchende Sportarten oder solche mit Sturzgefahr verzichtet weden.

Geburt bei Sportlerinnen: Bei großen individuellen Unterschieden kann diesbezüglich keine pauschale Aussage gemacht werden. Aber sowohl die Dauer der Eröffnungsphase wie die Gesamtdauer der Geburt sind bei Sportlerinnen signifikant kürzer. Frühgeburten sind gemäß Studien nicht erhöht, jedoch besteht im Mittel um ein paar Tage früherer Geburtstermin. Des Weiteren erholen sich Sportlerinnen trainingsbedingt viel rascher.

Sport nach der Geburt: Das primäre Ziel körperlicher Aktivitäten in den ersten Wochen nach der Geburt ist die Kräftigung der Beckenboden-, Rücken- und Beckenmuskulatur. Mit lockerem Laufen soll erst wieder begonnen werden, wenn die Erschütterung des Laufens keine Unterleibsschmerzen verursacht. Ein gutes Körpergefühl ist angesagt und ist der wichtigste Maßstab für den Grad der körperlichen Betätigung. Auf eine genügend hohe Flüssigkeitszufuhr sollte geachtet werden, da der Flüssigkeitsbedarf bereits durch die Bildung der Muttermilch stark erhöht ist. Interessant sind Studienresultate welche zeigen, daß die maximale Sauerstoffaufnahme nach einer Schwangerschaft erhöht ist.